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La coopération éducative franco-allemande est à la fois fer de lance et levier pour la construction d’un espace européen de l’éducation. Ainsi, le réseau des écoles maternelles et Kitas Elysée apporte une contribution décisive au développement durable du multilinguisme européen. Cette étude de terrain s’attaque à la doxa et aux croyances les plus répandues :
Les enfants allophones ne devraient-ils pas d’abord se concentrer sur l’apprentissage de l’allemand avant d’entrer en contact avec le français ? Entre seuils minimaux de compétence et interdépendance développementale, ne sont-ils pas submergés par l’acquisition d’une 3ème, 4ème langue ? Le multilinguisme n’a-t-il pas une influence négative sur le développement linguistique, cognitif et social ? Enfin, quelle place le réseau bilatéral Elysée peut-il occuper en contexte multiculturel et multilingue si, comme l’affirme le philosophe Philippe Mengue, un « acte de fabulation collective » est nécessaire pour faire exister le peuple européen ?
DE
Die Elysée-Kitas bilden einen nachhaltigen Impuls zur Förderung europäischer Mehrsprachigkeit. Vorurteile, denen das Buch nachgeht, lauten: Sollten sich Kindergartenkinder mit fremdsprachlichem Hintergrund nicht erst die deutsche Sprache aneignen, bevor sie sich einer weiteren Fremdsprache zuwenden? Sind sie beim Erwerb einer dritten Sprache nicht überfordert? Hat Mehrsprachigkeit einen negativen Einfluss auf deren kognitive, sprachliche und soziale Entwicklung?
Das deutsch-französische Programm Elysée-Kitas führt die Kinder im frühen Alter an die Mehrsprachigkeit heran, legt so einen wichtigen Grundstein für deren sprachliche, soziale und kognitive Entwicklung und bildet einen nachhaltigen Impuls zur Förderung einer europäischen Mehrsprachigkeit.
Kinder brauchen einen Akt des Fabulierens (acte de fabulation collectif), der gemeinschaftsbildend und sinnstiftend wirkt. Mehrsprachigkeit unterstützt in diesem Sinne die Herausbildung eines Wir-Gefühls und regt als kreativer Akt kollektiver Bildungskraft und Teilhabe die Identitätskonstruktion an. Dennoch unterliegt sie Vorurteilen, denen vorliegendes Buch begegnet: Sollten sich Kindergartenkinder mit fremdsprachlichem Hintergrund nicht erst die deutsche Sprache aneignen, bevor sie sich einer weiteren Fremdsprache zuwenden? Sind sie beim Erwerb einer dritten Sprache nicht überfordert? Hat Mehrsprachigkeit einen negativen Einfluss auf deren kognitive, sprachliche und soziale Entwicklung? Die Münchner Feldstudie beantwortet diese Fragen.