23. Dezember 2009, Eurotopics
Die Slowakei hat die Durchführungsbestimmungen für ihr Staatssprachengesetz veröffentlicht, die hohe Geldstrafen für Vergehen gegen das Gesetz vorsehen. Ethnische Ungarn fühlen sich benachteiligt, weil sie in Behörden gezwungen werden, Slowakisch zu sprechen. Der Politologe Miroslav Kusý nimmt das in der liberalen Tageszeitung Sme zum Anlass, noch einmal Front gegen das Gesetz zu machen: "Das Gesetz ist a priori schlecht, weil es die Sprache zum staatlichen Eigentum erklärt, zu einem Objekt behördlicher Reglementierung und damit zur Schikanierung der Bürger. Es stünde einer totalitären Gesellschaft gut zu Gesicht, nicht aber einer modernen Demokratie. ... Die Slowakei ist die politische Gemeinschaft aller ihrer Bürger, ... keine Sprachengemeinschaft Slowakisch sprechender Menschen und auch keine ethnische Gemeinschaft von Slowaken. Es gibt nicht nur ethnische Slowaken, sondern auch ethnische Ungarn oder Ruthenen."
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