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Neue Übersetzungstechniken statt Sprachbarrieren (Postimees - Estland)

Artikel des Rundbriefes eurotopics, erschienen am 7. September 2009.

Ein estnischer Arzt hat den Ausweis eines russischsprachigen Patienten weggeworfen, weil dieser kein Estnisch konnte und damit angeblich gegen das estnische Sprachengesetz verstoßen habe. Der Fall hat in Estland erneut eine Debatte über den Sinn des Gesetzes ausgelöst. Dazu schreibt die Tageszeitung Postimees:

 

"Mit Hilfe neuer Übersetzungstechniken kann eine Vielzahl der jetzigen Probleme gelöst werden. Anstatt Energie auf Debatten darüber zu verschwenden, welche Schilder in Fremdsprachen geschrieben werden dürfen, kann dem Menschen in Zukunft jede Bekanntmachung und Werbung in der Sprache gezeigt werden, die er selbst bevorzugt. Die heutigen Sprachbarrieren werden in Zukunft sicher niedriger sein, möglicherweise verlieren sie sogar ganz ihre Bedeutung. ... Es gibt keinen großen Zweifel, dass bereits im Laufe der nächsten 10 bis 20 Jahre jeder bei einem Telefon- oder Skypeanruf ins Ausland die ihm passende Sprache wählen kann, während die andere Seite in ihrer eigenen Mutterspache spricht und hört."

» zur gesamten Presseschau vom Montag, 7. September 2009