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Wenn mehrsprachige Kinder Sprachen mischen, ist das kein Defizit - derstandard.at/2000078804743/Wenn-mehrsprachige-Kinder-Sprachen-mischen-ist-das-kein-Defizit

Quelle: derStandard.at, Blog von Zwetelina Ortega

14. Mai 2018

Bilinguale oder mehrsprachige Kinder vermischen ihre Sprachen, und auch im Wechsel zwischen diesen haben sie oft ganz eigene Beweggründe. Das ist für Eltern und Pädagogen nicht immer nachvollziehbar Aus sprachwissenschaftlicher und entwicklungspädagogischer Sicht ist das Phänomen des frühen Sprachmischens, auch Code-Mixing genannt, einfach erklärt. Kleinkinder, die noch am Anfang ihrer Sprachentwicklung stehen und in beiden Sprachen, in denen sie sozialisiert werden, noch wenige sprachliche Ressourcen haben, helfen sich aus. Ganz intuitiv und unbewusst bedienen sie sich all ihrer Möglichkeiten. Ist also ein Wort in der einen Sprache vorhanden und in der anderen noch nicht, wird es genutzt, unabhängig vom Sprachkontext. So entstehen dann Sätze wie "Ich will das put in meine Lade", erzählt eine Pädagogin aus ihrem Alltag. Oder wenn sich Kinder beim Beugen der Verben aushelfen: "Ich bin gejumped."

Der Aufbau eines Sprachbewusstseins... (weiter lesen) >>>>>>>