cet accord avait été révelé à un actionnaire de la Deutsche Telekom,
suite à une plainte.
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Bitte Bewertung unten beachten - Hinweis auf internat. Vereinbarung über
Einführung engl. Wörter in die jeweiligen Landessprachen durch
Großunternehmen, die bis Mitte der neunziger staatlich waren und - als
Fast-Monopolisten - nach wie vor wichtige öffentliche Aufgaben
wahrnehmen. Sie haben gewaltige Vorbildwirkung und diese mißbraucht.
Hinzuweisen ist auch auf die Rolle des verstorbenen SPD-Vordenkers Peter
Glotz, zuletzt
Professor für Kommunikationswissenschaft an der Wirtschaftsuniv. St.
Gallen. Er verteidigte Denglisch "Besser Denglisch als dumm". Dass R.
Sommer nicht mehr Telekomvorstand ist, spielt für die Werbe- und
Öffentlichkeitsstrategie des Unternehmens keine Rolle, diese lag damals
ohnehin in den Händen von Jürgen Kindervater.
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Kölner Express vom 17.5.2002
http://www.express.de/servlet/ Satellite?pagename=XP/index& pageid=1006361736814&rubrik= 206&artikelid=1021196719413& regid=1
TELEKOM - DA VERSTEHST DU NICHTS
Zu viele Anglizismen!
Aktionär will Ron Sommer die Entlastung verweigern
Von Irmela Keppler
Wird abgewatscht: Chef Ron Sommer Foto: Schwaiger
Bonn - Modern Teams, Moonshine- Zeit, Freecall, EasyGate, Customer-
Care, HappyDigits, Newsletter, Weekend-Service: Das Kauderwelsch der
Deutschen Telekom treibt Stephan Krüger die Zornesröte ins Gesicht.
Denn er versteht nur noch Bahnhof. Und darum will der um die Rettung der
deutschen Sprache bemühte Aktionär auf der bevorstehenden
Jahreshauptversammlung in der Kölnarena Vorstandschef Ron Sommer und dem
Aufsichtsrat die Entlastung verweigern.
"Die Deutsche Telekom muss als wichtigstes Kommunikationsunternehmen
eine Vorreiterrolle bei der Verwendung der deutschen Sprache einnehmen.
Bisher fiel sie leider negativ durch ungeheure Wortübernahmen aus dem
Angloamerikanischen in ihrer Selbstdarstellung auf. Viele Kunden
wendeten sich dadurch von der Telekom ab. Das darf nicht passieren",
begründete Krüger seinen Antrag.
Und weiter: Der Magenta-Riese könne stattdessen mit Kreativität glänzen,
wenn er deutschsprachige Begriffe finden, erfinden oder neugestalten
würde. Der übermäßige Gebrauch von englischen Modewörtern sei doch wohl
überflüssig und zu vermeiden.
Doch der "Denglisch"-Kritiker stößt beim Telekom-Vorstand auf taube
Ohren: Die internationale High-Tech-Branche habe sich nun mal auf
bestimmte Begrifflichkeiten geeinigt, um hochkomplexe Technologien zu
beschreiben. Dafür gebe es keine adäquaten deutschen Bezeichnungen.
Wo käme man denn hin, wenn jedes Land diese Standards in seine
Landessprache übersetzen würde. Das wäre doch wohl fatal und könnte die
Position auf dem Weltmarkt gefährden, so die Telekom.
Der Global Player und die Verstümmelung der deutschen Sprache:
Vielleicht ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis die Mitarbeiter
nur noch "Good morning Mister Summer" sagen.
______________________________________________
Anmerkungen
Der Aktionär verstand, wie viele Mitbürger, nur noch Bahnhof. Dieser
Artikel vom Mai ist eine bedeutende Quelle betreffend Absprachen. Dies
spricht dafür, daß es sich nicht nur um eine modische Welle des
Zeitgeistes handelt.
In diesem Bereich wird - jedenfalls von der kritisierten Telekom
(vielleicht bewußt) keine scharfe Trennung zwischen Fach- und
Werbesprache gemacht, und das Unternehmen verteidigt auch und gerade die
nicht technischen Ausdrücke wie die vom Aktionär beanstandeten
Moonshine, EasyGate, CustomerCare (Ein Ausdruck, der auch sonst durch
die Unternehmen geistert), HappyDigits usw. mit dem Argument, die
internationale Hightech-Branche habe sich auf bestimmte
Begrifflichkeiten geeinigt, um hochkomplexe Technologien zu beschreiben.
Da lachen ja die ältesten Hühner. Glauben tut dieser Argumentation nur
der virtuelle Strahlemann Robert T. Online.
Wegen des rechtlichen Charakters der Anträge für die Hauptversammlung
und möglicher Rechtsfolgen hat die Telekom hier - obwohl die
Argumentation wegen des Arguments technologische Fachausdrücke
hanebüchen ist - etwas tiefer in die Schublade gegriffen und etwas mehr
als sonst mit der Wahrheit herausgerückt. Auf ihre Beschwerdebriefe an
Telekom und Post hatten einzelne Bürger zuvor öfter zur Antwort
erhalten, sie seien schließlich keine Provinzunternehmen und müßten ihre
Internationalität/Modernität durch solche Ausdrücke unter Beweis stellen.
Damit verstärkt sich der Eindruck, daß diese Beschlüsse der
internationalen Hightech-Branche in Wirklichkeit nicht nur eine kleine
Zahl tatsächlich oder angeblich unübersetzbarer Fachtermini betreffen,
sondern daß die ganze Werbesprache, ja eine umfassende Anglisierung mit
teilweise verdrängendem Charakter mitgemeint ist, die offenbar offensiv
ausgebreitet werden soll. Da viele Bürger, zumal mit beschränkten
Englischkenntnissen, nicht leicht nachprüfen können, welche Ausdrücke
echte, vielleicht unübersetzbare (oder doch schwer übersetzbare)
Fachausdrücke sind, eignet sich dieses Argument leicht zum Mißbrauch.
Die Unternehmen verstricken sich in ihren Widersprüchen.
"Wo kämen wir denn hin..." ist ebenso unaufrichtig. Seit dem letzten
Viertel des 19. Jahrhunderts gibt es im Rahmen des Weltpostvereins ins
einzelne gehende Abmachungen über die im internat. Post- und
Telekommunikationsverkehr anzuwendenden Ausdrücke. Ausgehend von der
Basissprache Französisch wurde unter dem Generalpostmeister des Dt.
Reiches H. Stephan eine sorgfältige offizielle (unter Belassung
bestimmter französ. u.a. internat. Ausdrücke weitgehend deutsche
Fachterminologie erarbeitet und eingeführt. Diese Listen mit
Fachausdrücken (Französisch-Englisch-jeweilige Landessprache)
zirkulieren seit Jahrzehnten und werden regelmäßig aktualisiert. Auf
bestimmten Aufklebezetteln und Formularen (z.B. Internat.
Antwortscheine) waren Franz. (evtl. auch Englisch) und die jew.
Nationalsprache gleichberechtigt nebeneinander aufgedruckt (in
Einzelfällen bis heute).
Ebenso wenig logisch ist die Begründung der Dt. Post dafür, Leistungen
gegenüber dt. Einzelkunden verständlich auf Deutsch, solche für dt. auch
international tätige Großkunden/Unternehmen dagegen einheitlich auf
Englisch zu benennen. Da Briefe auch von letzteren versandt werden,
müßte demnach auch letter gesagt werden. Soweit ist es zwar noch nicht,
aber um das Wort dem jungen Normalbürger schon mal vertraut zu machen,
benutzte die Post bei ihrer Aktion Loveletters eben dieses Wort.
Bitte Bewertung unten beachten - Hinweis auf internat. Vereinbarung über
Einführung engl. Wörter in die jeweiligen Landessprachen durch
Großunternehmen, die bis Mitte der neunziger staatlich waren und - als
Fast-Monopolisten - nach wie vor wichtige öffentliche Aufgaben
wahrnehmen. Sie haben gewaltige Vorbildwirkung und diese mißbraucht.
Hinzuweisen ist auch auf die Rolle des verstorbenen SPD-Vordenkers Peter
Glotz, zuletzt
Professor für Kommunikationswissenschaft an der Wirtschaftsuniv. St.
Gallen. Er verteidigte Denglisch "Besser Denglisch als dumm". Dass R.
Sommer nicht mehr Telekomvorstand ist, spielt für die Werbe- und
Öffentlichkeitsstrategie des Unternehmens keine Rolle, diese lag damals
ohnehin in den Händen von Jürgen Kindervater.
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Kölner Express vom 17.5.2002
http://www.express.de/servlet/
TELEKOM - DA VERSTEHST DU NICHTS
Zu viele Anglizismen!
Aktionär will Ron Sommer die Entlastung verweigern
Von Irmela Keppler
Wird abgewatscht: Chef Ron Sommer Foto: Schwaiger
Bonn - Modern Teams, Moonshine- Zeit, Freecall, EasyGate, Customer-
Care, HappyDigits, Newsletter, Weekend-Service: Das Kauderwelsch der
Deutschen Telekom treibt Stephan Krüger die Zornesröte ins Gesicht.
Denn er versteht nur noch Bahnhof. Und darum will der um die Rettung der
deutschen Sprache bemühte Aktionär auf der bevorstehenden
Jahreshauptversammlung in der Kölnarena Vorstandschef Ron Sommer und dem
Aufsichtsrat die Entlastung verweigern.
"Die Deutsche Telekom muss als wichtigstes Kommunikationsunternehmen
eine Vorreiterrolle bei der Verwendung der deutschen Sprache einnehmen.
Bisher fiel sie leider negativ durch ungeheure Wortübernahmen aus dem
Angloamerikanischen in ihrer Selbstdarstellung auf. Viele Kunden
wendeten sich dadurch von der Telekom ab. Das darf nicht passieren",
begründete Krüger seinen Antrag.
Und weiter: Der Magenta-Riese könne stattdessen mit Kreativität glänzen,
wenn er deutschsprachige Begriffe finden, erfinden oder neugestalten
würde. Der übermäßige Gebrauch von englischen Modewörtern sei doch wohl
überflüssig und zu vermeiden.
Doch der "Denglisch"-Kritiker stößt beim Telekom-Vorstand auf taube
Ohren: Die internationale High-Tech-Branche habe sich nun mal auf
bestimmte Begrifflichkeiten geeinigt, um hochkomplexe Technologien zu
beschreiben. Dafür gebe es keine adäquaten deutschen Bezeichnungen.
Wo käme man denn hin, wenn jedes Land diese Standards in seine
Landessprache übersetzen würde. Das wäre doch wohl fatal und könnte die
Position auf dem Weltmarkt gefährden, so die Telekom.
Der Global Player und die Verstümmelung der deutschen Sprache:
Vielleicht ist es ja nur noch eine Frage der Zeit, bis die Mitarbeiter
nur noch "Good morning Mister Summer" sagen.
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Anmerkungen
Der Aktionär verstand, wie viele Mitbürger, nur noch Bahnhof. Dieser
Artikel vom Mai ist eine bedeutende Quelle betreffend Absprachen. Dies
spricht dafür, daß es sich nicht nur um eine modische Welle des
Zeitgeistes handelt.
In diesem Bereich wird - jedenfalls von der kritisierten Telekom
(vielleicht bewußt) keine scharfe Trennung zwischen Fach- und
Werbesprache gemacht, und das Unternehmen verteidigt auch und gerade die
nicht technischen Ausdrücke wie die vom Aktionär beanstandeten
Moonshine, EasyGate, CustomerCare (Ein Ausdruck, der auch sonst durch
die Unternehmen geistert), HappyDigits usw. mit dem Argument, die
internationale Hightech-Branche habe sich auf bestimmte
Begrifflichkeiten geeinigt, um hochkomplexe Technologien zu beschreiben.
Da lachen ja die ältesten Hühner. Glauben tut dieser Argumentation nur
der virtuelle Strahlemann Robert T. Online.
Wegen des rechtlichen Charakters der Anträge für die Hauptversammlung
und möglicher Rechtsfolgen hat die Telekom hier - obwohl die
Argumentation wegen des Arguments technologische Fachausdrücke
hanebüchen ist - etwas tiefer in die Schublade gegriffen und etwas mehr
als sonst mit der Wahrheit herausgerückt. Auf ihre Beschwerdebriefe an
Telekom und Post hatten einzelne Bürger zuvor öfter zur Antwort
erhalten, sie seien schließlich keine Provinzunternehmen und müßten ihre
Internationalität/Modernität durch solche Ausdrücke unter Beweis stellen.
Damit verstärkt sich der Eindruck, daß diese Beschlüsse der
internationalen Hightech-Branche in Wirklichkeit nicht nur eine kleine
Zahl tatsächlich oder angeblich unübersetzbarer Fachtermini betreffen,
sondern daß die ganze Werbesprache, ja eine umfassende Anglisierung mit
teilweise verdrängendem Charakter mitgemeint ist, die offenbar offensiv
ausgebreitet werden soll. Da viele Bürger, zumal mit beschränkten
Englischkenntnissen, nicht leicht nachprüfen können, welche Ausdrücke
echte, vielleicht unübersetzbare (oder doch schwer übersetzbare)
Fachausdrücke sind, eignet sich dieses Argument leicht zum Mißbrauch.
Die Unternehmen verstricken sich in ihren Widersprüchen.
"Wo kämen wir denn hin..." ist ebenso unaufrichtig. Seit dem letzten
Viertel des 19. Jahrhunderts gibt es im Rahmen des Weltpostvereins ins
einzelne gehende Abmachungen über die im internat. Post- und
Telekommunikationsverkehr anzuwendenden Ausdrücke. Ausgehend von der
Basissprache Französisch wurde unter dem Generalpostmeister des Dt.
Reiches H. Stephan eine sorgfältige offizielle (unter Belassung
bestimmter französ. u.a. internat. Ausdrücke weitgehend deutsche
Fachterminologie erarbeitet und eingeführt. Diese Listen mit
Fachausdrücken (Französisch-Englisch-jeweilige Landessprache)
zirkulieren seit Jahrzehnten und werden regelmäßig aktualisiert. Auf
bestimmten Aufklebezetteln und Formularen (z.B. Internat.
Antwortscheine) waren Franz. (evtl. auch Englisch) und die jew.
Nationalsprache gleichberechtigt nebeneinander aufgedruckt (in
Einzelfällen bis heute).
Ebenso wenig logisch ist die Begründung der Dt. Post dafür, Leistungen
gegenüber dt. Einzelkunden verständlich auf Deutsch, solche für dt. auch
international tätige Großkunden/Unternehmen dagegen einheitlich auf
Englisch zu benennen. Da Briefe auch von letzteren versandt werden,
müßte demnach auch letter gesagt werden. Soweit ist es zwar noch nicht,
aber um das Wort dem jungen Normalbürger schon mal vertraut zu machen,
benutzte die Post bei ihrer Aktion Loveletters eben dieses Wort.