Erschienen am 18. Mai 2010 über Euro/topics
Aus Sme - Slowakei | Donnerstag, 18. März 2010
Die Regierung in Bratislava will die angeblich unzureichende
slowakische Sprachfertigkeit von Schülern der ungarischen Minderheit
verstärkt kontrollieren. Damit reagiert die Slowakei auf einen Vorstoß
des ungarischen Präsidenten László Sólyom, der gefordert hatte, Kinder
der ungarischen Minderheiten im Ausland sollten Ungarisch als erste
Sprache lernen.
Die liberale Tageszeitung Sme ist genervt vom
erneuten
Sprachenstreit: "Der Streit um die Ausbildung in der Mehrheitssprache
für die Kinder einer Minderheit ist ein typischer Fall dafür, wie
Politiker Konflikte aufwerfen, die ohne sie nicht entstehen würden. ...
Der ungarische Präsident hat in dieser Frage keine Ahnung. Wenn er eine
Verbesserung wünscht, dann kann er seine Idee in der zuständigen
gemeinsamen Kommission einbringen, aber nicht auf einer Veranstaltung
in der [nordserbischen Provinz] Vojvodina. Da konnte die scharfe
Antwort des zur Psychose neigenden slowakischen Premiers [Robert Fico]
nicht ausbleiben. ... Die jetzige 'Verstärkung' der Schulinspektionen
wird nur zu einer Quälerei für die ungarischen Schüler und Lehrer. Das
hat Sólyom geschafft."
» zum ganzen Artikel (externer Link, slowakisch)
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