Politik und Kultur, 30. Januar 2024
Deutschland ist ein mehrsprachiges Land. Dies ergibt sich nicht aus einer Vielzahl von Amts- und Verkehrssprachen, wie z. B. in der Schweiz, sondern aus der inpiduellen Mehrsprachigkeit eines erheblichen Teils der Bevölkerung. Diese Form der Mehrsprachigkeit bezieht sich auf die Fähigkeit einer Person, sich in mehr als einer Sprache mündlich und/oder schriftlich zu verständigen. Vor allem durch Migration sind viele Sprachen in unser Land gekommen, die von den nachfolgenden Generationen oft ohne formalen Unterricht in der Familie gelernt werden. Daher sind viele Kinder in Deutschland bereits mehrsprachig, wenn sie in die Kita oder Schule kommen. Sie lernen das Deutsche entweder parallel zu einer anderen Sprache oder sukzessiv, spätestens aber mit Eintritt in die Kita oder Schule. Der genaue Anteil der mehrsprachig aufwachsenden Menschen in Deutschland lässt sich anhand der verfügbaren Bevölkerungsstatistiken (Migrationshintergrund, Staatsangehörigkeit, im Haushalt überwiegend gesprochene Sprache) nicht exakt bestimmen. Repräsentative Sprachensurveys zeigen aber, dass – mit regionalen Unterschieden – etwa 30 bis 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die Grundschule neben Deutsch mindestens eine weitere Sprache im Alltag verwenden. Mehr lesen...