Tagungskonzept
Im Zuge der Globalisierung hat in den letzten Jahrzehnten das Problem der „Übersetzung“ neue Prominenz erlangt. Sogar von einem „Translational Turn“ geht die Rede. Gesucht werden hier Verfahren zur Analyse (manchmal auch zur Steuerung) interkultureller Kommunikation. Die Rezeption des „Translational Turn“ in den Literaturwissenschaften liefert ein facettenreiches und uneinheitliches Bild, sowohl zwischen den nationalen Fachkulturen als auch jeweils in ihnen. Einerseits ist mit der Sprache das genuine Medium der Literaturwissenschaft betroffen und mit der Übersetzung eines ihrer traditionellen Themen. Andererseits übersetzt seinerseits der „Translational Turn“ Sprachlichkeit in kulturelle Codierung und verlangt nach einer kulturwissenschaftlichen Erweiterung, die oft quer zu den poetischen und ästhetischen Problemstellungen der Literaturwissenschaft steht.
- a) thematisch bezüglich verschiedener Modelle literarischer, medialer und kultureller Übersetzung,
- b) in Reflexion auf die Grundlegungen der eigenen Fachkulturen
- c) in der praktizierten interkulturellen Kommunikation über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden nationalen Fachkulturen.