Sprachennetz -Redaktion am 27.4.09
Welche Potenziale Mehrsprachigkeit, speziell von Menschen aus Zuwandererfamilien, für die Wirtschaft haben kann untersuchten Wissenschaftler der Universität Hamburg. Im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge beschäftigte sich der Sonderforschungsbereich Mehrsprachigkeit mit Berufen im Dienstleistungssektor wie Erzieher, Pflegekräfte, Büroangestellte in Behörden und Unternehmen sowie mit gewerblichen Berufen.
Ein Ergebnis der Hamburger Studie ist, dass Mitarbeiter mit
Migrationshintergrund und entsprechenden Sprachkenntnissen sehr häufig
im medizinischen und im sozialen Bereich als sprachliche Mittler
eingesetzt werden. So sind etwa in Kindertagesstätten Erzieherinnen und
Erzieher regelmäßig als Dolmetscher tätig. Doch auch in gewerblichen
Berufen vermitteln Angestellte mit Migrationshintergrund, wenn die
Deutschkenntnisse von Kunden nicht ausreichend sind. Die
Forschungsergebnisse sollen als Basis für die Entwicklung von
Strategien für die gezielte Nutzung des Potenzials der Mehrsprachigkeit
genutzt werden.
Die Studie kann hier online abgerufen werden.
Die Studie kann hier online abgerufen werden.