Eine integrative Sicht auf die sprachliche und kognitive Entwicklung mehrsprachiger Kinder
2009, Internationale Hochschulschriften, Band 521, 284 Seiten, broschiert, 29,90 €, ISBN 978-3-8309-2086-1
Inhalt
Fast 10 Jahre ist es her, dass PISA die deutsche
Bildungslandschaft aufrüttelte. Seitdem steht auch das Thema
Mehrsprachigkeit mehr und mehr im Zentrum des Interesses. Nur selten
wird der Blick jedoch auf die Fähigkeiten der Kinder bei der Aneignung
des Deutschen als zweite Sprache gelegt.
Drorit Lengyel setzt
mit ihrer Bearbeitung des Themas dort an, wo viele Kinder, die mit mehr
als einer Sprache aufwachsen, zum ersten Mal Deutsch als Werkzeug zur
Zielerreichung einsetzen müssen. Im Rahmen einer Untersuchung in vier
Kindertageseinrichtungen geht sie dem Zusammenwirken sprachlicher,
kognitiver und interaktiver Prozesse während der Aneignung der
Zweitsprache Deutsch auf den Grund. Hierbei entledigt sie sich
disziplinärer Grenzziehungen, indem sie unterschiedliche Ansätze
beleuchtet. So werden auf der Suche nach Wegen zur Sprachbildung und
Sprachförderung die Grundzüge einer integrativen Sichtweise auf Kinder
im Zweitspracherwerb entwickelt, die das Kind in seiner „Sprachwerdung“
in den Mittelpunkt der Betrachtung rückt.
Drorit Lengyel arbeitete nach dem Studium der Sprachheilpädagogik als Sprachtherapeutin und als Sprachförderkraft. 2008 schloss sie an der LMU München die Promotion zum Dr. phil. ab. Sie ist an der Universität Hamburg im Modellprogramm FörMig tätig und lehrt an der Universität zu Köln. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Sprachdiagnostik und -förderung bei Mehrsprachigkeit sowie der Zweitpracherwerb in Bildungsinstitutionen.