Fallstudien zu Interkomprehensionsunterricht mit Schülern der Klassen 8 bis 10
Erscheinungsdatum: 16.09.2009
ISBN: 9783823365310
ISBN 13: 978-3-8233-6531-0
Das
Werk leistet eine empirische Fundierung einer Theorie von
Mehrsprachenunterricht an Schulen über die ‚Grenzen’ der Romanistik
hinaus. Zu Beginn wird zunächst die Rolle der Mehrsprachigkeit als Ziel
der europäischen Sprachenpolitik erörtert und des Weiteren auf das
Konzept des interkomprehensiven Lehrens und Lernens als eine
multi-language awareness and learning awareness raising strategy
eingegangen. Auf der Grundlage eines für die Interkomprehension – also
Zwischen-Sprachen-Verstehen – entwickelten Lernmodells galt es,
erstmals in einem größeren Umfang die unterrichtliche Praktikabilität
an verschiedenen Schulen im deutschen Lernkontext zu erproben und zu
evaluieren. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie sich Lernprozesse
von Schülern beim Erlernen einer zweiten oder dritten romanischen
Sprache vollziehen. Des Weiteren wird erforscht, inwieweit ein
Interkomprehensionsunterricht, der nach bestimmten pädagogischen
Prinzipien (z.B. kognitives, entdeckendes, inhalts- und
verstehensorientiertes Lernen) aufgebaut ist und durchgeführt wird, in
der Lage ist, die Bewusstheit der Schüler in Hinsicht auf ihr
deklaratives und prozedurales Wissen zu fördern. Eine umfangreiche
Datenbasis erlaubt eine detaillierte, explorativ-interpretative
Betrachtung des Untersuchungsgegenstandes aus verschiedenen
Perspektiven (Schüler, Lehrer, Forscher).